Als Neubürger in Darmstadt habe ich die „Nacht der Kirchen“ 2006 und 2007 miterlebt. Von den 44 Angeboten in offenen Kirchen habe ich in der Nacht zwischen 19 und 1 Uhr immerhin sieben schnupperweise geschafft.
Von meditativer Orgelmusik mit Texten aus der Bibel und der Weltliteratur über Anregungen zum kalligraphischen Gestalten von Texten bis zum Eintauchen in die Anbetung mit Taize-Liedern. Es ging weiter mit Eindrücken bei der interreligiösen Gesprächsrunde mit Textlesungen über Brass-Band-Musik bis zum Johannesfeuer um Mitternacht.
Welch ein Schatz an denkwürdigen Texten, Bildern, Tönen und Lichtern, als Register des Lebens und der Freude! Welch ein Reichtum an kreativen Menschen, die das alles vorbereitet und durchgeführt haben! So wurden von Gott geschenkte Begabungen und Akzente der einzelnen Kirchen für viele Besucher erschlossen nach dem Motto „Entdecken Sie Kirche neu, lernen Sie neue Kirchen kennen“.
Für mich haben Gemeinden durch Begegnung mit ihren Mitarbeitern ein Gesicht gewonnen, sodass ich manche Kirchen inzwischen auch bei Tag und in ihrem Alltag besucht habe. Ich weiß von Menschen, die nach diesen Impulsen sich neu auf den Weg mit Jesus Christus gemacht haben, oder auf der Suche nach einer Kirche für ihre Bedürfnisse sind.
Auch über die Kirchengrenzen hinaus zeigen sich Plattformen zur interreligiösen Begegnung, damit wir durch gegenseitiges Kennenlernen neues Vertrauen und gemeinsame Verantwortung zum Wohl für unsere Gesellschaft einüben und gewinnen.
Nach diesen Eindrücken habe ich hoffnungsvolle Aussichten auf die nächste „ Nacht der Kirchen“ in Darmstadt am 19. Juni 2009.
Rolf Huber